LösungAffiliate-Betrug

Affiliate-Betrug erkennen und vermeiden, bevor die Provision ausgezahlt wird.

Cookie-Stuffing, gekaperte Gutschein-Klicks und Fake-Leads sehen im Netzwerk-Report aus wie gute Arbeit. Wir prüfen jeden gemeldeten Sale gegen deine eigene Datenbasis und halten strittige Provision aus der Freigabe.

Provisions-Freigabe geprüft GEMELDETE SALES #48213 AWIN #48214 ADCELL #48215 AWIN Journey, Cookie, Kanal geprüft 2 gestoppt Cookie ohne Klick 4 Sek. bis zum Kauf 1 frei 4 Touchpoints über zwei Tage Ausgezahlt wird nur, was die Prüfung besteht
Eigene Datenbasis Publisher-Score täglich Provision erst nach Prüfung
Das Problem

Betrug sieht im Report aus wie ein guter Partner

Im Affiliate zahlst du erst, wenn ein Verkauf gemeldet ist. Wer Provision will, ohne etwas zu verkaufen, muss deshalb nur dafür sorgen, dass das System ihm den Sale zuschreibt. In der Umsatz-Spalte fällt das nicht auf.

01

Du zahlst für Bestellungen, die ohnehin kamen

Wer sich ans Ende möglichst vieler Journeys hängt, fängt auch die Kunden ein, die längst kaufen wollten. Für diese Bestellungen zahlst du Provision, obwohl sie ohne den Publisher genauso zustande gekommen wären.

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Das Budget belohnt den Falschen

Unsauberer Traffic sieht in der Umsatz-Spalte am besten aus. Folgst du dieser Spalte, schiebst du genau den Partnern mehr Budget zu, die am wenigsten beitragen.

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Saubere Partner steigen aus

Wer echten Umsatz bringt und trotzdem regelmäßig den Sale an einen anderen verliert, sucht sich irgendwann ein anderes Programm. Diese Partner zurückzugewinnen dauert deutlich länger, als den Betrüger auszuschließen.

Die Muster

Sechs Wege, auf denen Provision abfließt

Die meisten Publisher arbeiten sauber. Ein kleiner Teil tut es nicht, und der sucht sich Programme, die ihre Zahlen nicht genau anschauen. Diese Muster kommen am häufigsten vor.

Cookie-Stuffing

Ein Tracking-Cookie wird gesetzt, ohne dass jemand geklickt hat, über unsichtbare iFrames oder nachgeladene Pixel. Der Publisher hängt sich damit an fremde Kaufentscheidungen.

Browser-Erweiterungen

Gutschein- und Cashback-Erweiterungen lösen im Checkout einen Klick aus, den der Kunde nie gemacht hat. Die Bestellung wird dadurch dem Betreiber der Erweiterung zugeschrieben.

Typosquatting

Domains, die sich nur durch einen Tippfehler von deiner unterscheiden, leiten deinen eigenen Markentraffic über einen Affiliate-Link zurück in deinen Shop.

Brand-Bidding gegen die Regeln

Ein Publisher bietet in der Suche auf deinen Markennamen. Du bezahlst Provision für Nachfrage, die du selbst erzeugt hast, und bietest in der Auktion gegen deinen eigenen Partner.

Bot-Traffic und Fake-Leads

Automatisierte Klicks und ausgefüllte Formulare lösen vergütungspflichtige Aktionen aus, ohne dass je ein Interessent dahinterstand. Bei Lead-Modellen reicht dafür wenig Aufwand.

Scheinbestellungen

Bestellungen laufen als gültiger Sale durch und werden später storniert. Bis das auffällt, steht die Provision im Report und ist oft schon freigegeben.

Jedes Muster im Detail, mit Mechanik und Spuren: der Leitfaden zu Affiliate-Betrug. Im Glossar: Click-Fraud, Brand Bidding, Publisher.

Die Lösung

Erst sichtbar machen, dann aus der Auszahlung halten

Vier Bausteine, die zusammen greifen: zwei fürs Erkennen, zwei fürs Verhindern.

Eine Sicht neben dem Netzwerk

Dein Netzwerk kennt nur seinen eigenen letzten Klick. Wir erfassen die Journey server-side über alle Kanäle: wie viele Berührungen vor dem Kauf lagen, wie lang die Spanne zwischen Klick und Bestellung war und welcher Kanal den Kunden zuerst gebracht hat.

Publisher-Score mit Fraud-Signalen

Jeder Partner bekommt täglich einen Score aus vier Komponenten: Conversion-Leistung, Qualität der Bestellungen, Bestellwert und Fraud-Signale. Drei Risiko-Stufen sagen dir, welchen Partner du dir als Nächstes ansehen solltest.

Späte Klicks überschreiben nichts mehr

Session Freeze schreibt den Kanal fest, der den Kunden gebracht hat. Ein Gutschein- oder Cashback-Klick kurz vor dem Checkout kann ihn danach nicht mehr verdrängen. Cashback-Partner, die bewusst mitlaufen sollen, nimmst du gezielt aus.

Provision erst nach Prüfung

Provisionsregeln stornieren automatisch, wenn das Netzwerk einen anderen Kanal beansprucht als bei uns attribuiert ist. Freigegeben wird erst, wenn die Rückgabefrist ohne Storno abgelaufen ist. Jede Regel läuft vorher im Dry Run und hinterlässt einen Audit Trail.

Der Score im Detail: Publisher Quality Scoring. Die Regeln dahinter: Commission Rules. Gegen späte Überschreibung: Session Freeze. Wenn zwei Netzwerke denselben Sale beanspruchen: Affiliate-Deduplizierung.

Ein Fall im Detail

Der Sale wird kurz vor dem Checkout umgehängt

Cookie-Hijacking geschützt KURZ VOR DEM CHECKOUT IDEALO bringt den Sale Gutschein setzt Cookie überschreibt Last Click vergibt 100 % LAST CLICK IDEALO 0 % Gutschein 100 % DATAFIRST IDEALO Credit bleibt

Ein Kanal bringt den Kunden über Wochen bis zum Warenkorb. Sekunden vor dem Kauf öffnet der Kunde eine Gutschein-Seite oder eine Cashback-Erweiterung, und der Klick von dort setzt einen neuen Cookie.

Last Click vergibt daraufhin die volle Provision an diesen letzten Klick. Der Partner, der die Kaufentscheidung ausgelöst hat, geht leer aus. Dein Umsatz bleibt gleich, die Provision landet aber bei jemandem, der nur die letzten Sekunden abgefangen hat.

Session Freeze hält den Kanal fest, der den Kunden gebracht hat. Beansprucht das Netzwerk trotzdem einen anderen, storniert die Provisionsregel für Kanalabweichung den Sale, bevor die Freigabe läuft.

So gehen wir vor

Fünf Schritte bis zur laufenden Prüfung

  1. 1

    Programm sichten

    Wir schauen uns deine Publisher, deine Netzwerke und deine Programmbedingungen an. Daraus ergibt sich, welche Muster in deinem Setup überhaupt möglich sind und wo am meisten Geld hängt.

  2. 2

    Eigenes Tracking danebenlegen

    Das Tracking läuft server-side über eine First-Party-Domain mit. Ab dann hast du zu jedem gemeldeten Sale eine zweite Sicht: die echte Journey statt nur der Meldung des Netzwerks.

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    Auffälligkeiten benennen

    Wir legen Conversion-Rate, Klick-zu-Kauf-Spanne, Touchpoint-Tiefe und Stornoquote nebeneinander. Wo mehrere Signale bei einem Partner zusammenkommen, wird aus einem Bauchgefühl ein belegbarer Fall.

  4. 4

    Regeln scharf schalten

    Freeze und Provisionsregeln gehen live. Gekaperte Sales fallen aus der Attribution, strittige Provision wird storniert, saubere Sales laufen nach Ablauf der Rückgabefrist automatisch durch.

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    Im Takt nachprüfen

    Wer Provision erschleicht, wechselt die Methode, sobald die alte auffliegt. Der Score läuft deshalb täglich weiter, und die auffälligsten Partner schaust du dir in festem Rhythmus an, nicht erst im Krisenfall.

FAQ

Häufige Fragen zu Affiliate-Betrug

Was zählt als Affiliate-Betrug?

Alles, was eine Provision auslöst, ohne dass der Publisher zum Verkauf beigetragen hat. Am häufigsten sind Cookie-Stuffing, also ein gesetztes Tracking-Cookie ohne echten Klick, Erweiterungen und Toolbars, die im Checkout einen Klick vortäuschen, Typosquatting auf markennahe Domains, Brand-Bidding entgegen den Programmbedingungen sowie Bot-Traffic und Fake-Leads. Dazu kommen Scheinbestellungen, die als Sale durchlaufen und später storniert werden. Die Übergänge sind fließend: Manches ist klarer Betrug, manches nur ein Regelverstoß, und einiges ist erlaubt, solange deine Bedingungen es ausdrücklich zulassen.

Wie erkenne ich einen betrügerischen Publisher?

Selten an einer einzelnen Zahl, fast immer an Kombinationen. Auffällig ist eine sehr hohe Conversion-Rate zusammen mit einer Klick-zu-Kauf-Spanne von Sekunden, ein hoher Anteil an Sales ohne jeden vorherigen Touchpoint, Traffic-Spitzen ohne erkennbaren Anlass und eine Stornoquote weit über dem Programm-Durchschnitt. Jedes dieser Signale hat für sich eine harmlose Erklärung. Treten mehrere bei demselben Partner auf, lohnt der genaue Blick. Genau diese Signale fasst der Publisher-Score zusammen und rechnet ihn täglich neu, damit du nicht jede Woche Reports nebeneinanderlegen musst.

Reicht das Reporting meines Netzwerks dafür nicht?

Es zeigt dir nur einen Ausschnitt. Ein Netzwerk sieht die eigenen Klicks und den Sale, der ihm gemeldet wird, also im Wesentlichen den Last Click aus seiner Perspektive. Was davor lag, ob es andere Kanäle gab, wie lange der Kunde gebraucht hat und ob ein anderes Netzwerk denselben Sale beansprucht, steht dort nicht. Cookie-Stuffing sieht in dieser Sicht aus wie ein starker Partner. Erst eine eigene, kanalübergreifende Datenbasis macht den Unterschied zwischen echtem Beitrag und Mitnahmeeffekt sichtbar.

Wie stoppt ihr Cookie-Stuffing und gekaperte Klicks konkret?

Über zwei Wege. Session Freeze schreibt den Kanal fest, der den Kunden gebracht hat, sodass ein später Klick kurz vor dem Checkout die Zuordnung nicht mehr überschreibt. Und die Provisionsregeln kennen einen Auslöser für Kanalabweichung: Beansprucht das Netzwerk einen anderen Kanal, als bei uns attribuiert ist, wird die Provision automatisch storniert, statt dass jemand die Fälle von Hand suchen muss. Beides kannst du vorher im Dry Run laufen lassen und siehst, was passiert wäre, bevor eine Regel scharf geschaltet wird.

Kann ich Provision zurückholen, die schon freigegeben ist?

Das hängt vom Netzwerk und vom Zeitpunkt ab. Solange ein Sale offen ist, lässt er sich stornieren. Nach der Auszahlung wird es zäh und läuft über den Netzwerk-Support, oft ohne Ergebnis. Der praktikable Weg ist deshalb ein Validierungsfenster, das zu deinem Storno- und Retourenzeitraum passt, kombiniert mit Regeln, die schon vor der Freigabe prüfen.

Was kostet das und wie lange dauert die Einrichtung?

Das Tracking selbst steht in etwa 15 Minuten, wenn dein Shop über eine der fertigen Integrationen läuft. Wie lange die Betrugsprüfung braucht, hängt an deinem Programm: wie viele Netzwerke im Spiel sind, wie viele Publisher du führst und wie sauber deine Programmbedingungen heute sind. Einen Pauschalpreis auf einer Marketing-Seite zu nennen, wäre unseriös. Testen kannst du DataFirst Track 30 Tage ohne Kreditkarte, das Setup gehen wir im Erstgespräch gemeinsam durch.

Wo in deinem Programm Provision an Schein-Sales geht, schauen wir uns im Erstgespräch an deinem echten Publisher-Mix an.

30 Tage testen, keine Kreditkarte. Setup gemeinsam im Erstgespräch.